Impulse für deine Geschichte
Erinnerungen festhalten: Zehn Fragen für dein Lebensbuch
Manche Erinnerungen sind an ein Foto gebunden, andere an einen Geruch, einen Satz oder ein Lied. Wähle eine Frage, die dich heute anspricht, und halte einen Gedanken dazu fest.
Menschen, die geblieben sind
- Wer hat dir einmal etwas zugetraut, das du dir selbst noch nicht zugetraut hast?
- Welchen Satz eines anderen Menschen hörst du bis heute?
- Mit wem konntest du über etwas Alltägliches besonders herzlich lachen?
Orte und kleine Momente
- An welchem Ort hast du dich einmal sofort zu Hause gefühlt?
- Welcher Geruch erinnert dich an eine bestimmte Zeit?
- Welchen ganz gewöhnlichen Tag würdest du gern noch einmal beschreiben?
- Welches Lied gehört für dich zu einer Begegnung oder einem Neuanfang?
Was sich verändert hat
- Wann hast du zum ersten Mal etwas allein geschafft, das dir wichtig war?
- Welche Entscheidung verstehst du heute anders als damals?
- Was aus einer früheren Lebensphase möchtest du dir bewahren?
So wird aus einer Antwort eine kleine Geschichte
Notiere zuerst deinen spontanen Satz. Ergänze dann drei Dinge: Wo spielte die Szene? Was geschah? Warum ist sie dir geblieben? Du kannst schreiben oder erzählen. Auch Bruchstücke und unsichere Erinnerungen dürfen als solche stehen bleiben.
Zum Beispiel: „Bei diesem Lied denke ich an unsere erste Wohnung.“ Daraus können die Kartons im Flur, das offene Fenster und ein Abend mit Freunden werden. Dieses Beispiel ist frei erfunden; deine Szene darf ganz anders aussehen.
Deine Erinnerung, dein Tempo
Du entscheidest, welche Frage du beantwortest und was du für dich behältst. Wenn eine Frage gerade nicht passt, lass sie aus. Du musst deine Antwort weder in sozialen Medien noch mit anderen Menschen teilen.
Bewahre eine Kopie deiner Texte oder exportiere eine Fassung deines Lebensbuchs. So kannst du später an genau diesem Gedanken weiterschreiben.